Kärnten 2015

Zum ersten Mal seit zehn Jahren fand das Jahrestreffen von geomorph.at im schönen Kärnten statt. Es widmete sich einerseits der Gail und deren Gestaltung vor allem in Hinsicht auf den Hochwasserschutz, andererseits dem Geopark Karnische Alpen.

Ausgehend von Feistritz an der Gail, wo wir eine höchst informative Einführung in die Problematik der Gailhochwasser bekamen, führte uns Herr Gernot Koboltschnig von der Kärntner Landesregierung flussaufwärts. Zunächst wurde ein erst kürzlich abgeschlossenes Renaturierungsprojekt besichtigt und diskutiert, um schliesslich weiter flussaufwärts bei Dellach einen dem Hochwasserschutz dienenden Aufweitungsbereich der Gail zu besuchen. Hier kam es in jüngerer Zeit zu komplexen Veränderungen der Flussmorphologie mit vielfältigen Auswirkungen.

Im zweiten Teil der Exkursion führte uns dann Frau Gerlinde Krawanja-Ortner, Leiterin des Geoparks Karnische Alpen, entlang eines mit großem Engagement gestalteten Geotrails durch die Ortschaft Laas und deren Umgebung. Dabei wurde zum einen der enge Zusammenhang zwischen den natürlichen Ressourcen und den Lebenswelten der lokalen Bevölkerung deutlich. Zum anderen machten wir Bekanntschaft mit dem einzigen versteinerten Wald Österreichs – die Exemplare von Dadoxylon schrollianum, einer Cordaite und damit einem Vorläufer unseren Nadelbäume, stammen aus dem Perm ca. 280 Millionen Jahre vor heute.

img
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Jahrestreffen auf einem im Rahmen eines Renaturierungsprojektes im Gailtal errichteten Aussichtshügels. (Foto: Martin MERGILI, zum Vergrössern bitte Anklicken)
img
Aufweitungsfläche der Gail bei Dellach. (Foto: Martin MERGILI, zum Vergrössern bitte Anklicken)
img
Altes Wasserrad in Laas. Die Wassermühle war noch bis vor wenigen Jahren in Betrieb. (Foto: Martin MERGILI, zum Vergrössern bitte Anklicken)
img
Versteinerter Stamm von Dadoxylon schrollianum aus dem Perm. (Foto: Martin MERGILI, zum Vergrössern bitte Anklicken)